Über das Verhältnis zu meinen Tieren und wie ich mit ihnen verbunden bin
Wir haben vier Katzen und einen Hund, Hühner und Hähne, Fische und Hasen.
Unsere Haustiere!
stand: 2008
Unsere Tierschar ist bezaubernd, und obwohl alle von anderen Eltern abstammen, waren sie sich von Beginn an hier bei uns vertraut.
Bella unsere 8 jährige Border-Collie-Hündin war mit unseren Katzen, so vertraut, dass die Katzen das Fell der Hündin putzen und sie sich das gefallen lies.
Über drei unserer Katzen möchte ich hier etwas berichten.
Unser erster Versuch in dieses Haus eine junge Katze zu holen schlug absolut fehl.
Wir brachten eine kleine rote Katze, die wir von einem Bauern geholt haben, mit nach Haus. Wir ließen sie zu erst im Transportkörbchen, damit Bella sie beschnuppern konnte. Bella war außer Rand und Band, sie bellte, und bellte, und war gar nicht mehr zu beruhigen. Sie führte sich auf als hätten wir einen wilden Tiger ins Haus geholt. Wir mussten das kleine Kätzchen zu seinem Vorbesitzer zurückbringen.
Wir waren traurig und dachten, schade Bella duldet niemand sonst neben sich, obwohl Bella ein sehr freundlicher Hund ist, der auch fremde Tiere und die Tiere unsere Kinder immer herzlich begrüßt und mit ihnen spielte.
Mein Wunsch eine Katze im Haus zu haben war somit zum Scheitern verurteilt- dachte ich!
Vor einigen Jahren zog unsere Tochter vorübergehend bei uns ein, und mit ihr, ihre 8 jährige Katze Kira.
Kira fühlte sich sehr wohl bei uns und nahm ihr neues Reich gleich in Beschlag, und zeigte auch dem Hund wie man eine “Dame” zu behandeln hat, schließlich war Kira eine Stadtkatze.
Als unsere Tochter in ihre eigene neue Wohnung zog, freuten wir uns, dass Kira bei uns bleiben konnte, mit Bella hatte sie sich inzwischen angefreundet.
Der einzige Wermutstropfen im Umgang mit Kira war, dass sie keine Kuschelkatze war. Sie ließ sich nur beim Fressen streicheln und holte sich auch keine Streicheleinheiten ab, sie biss und kratzte.
Ich sollte an dieser Stelle vielleicht erwähnen, dass Bella mit 12 Wochen zu uns kam und wir zu der Zeit 3 Katzenomas zu Hause hatten.
Unsere alten Damen zeigten Bella was man so wissen sollte als Katzen, wofür man die Pfoten einsetzt, was man mit seinem Schwänzchen machte und wie die Rangordnung bestand.
Im Juni 2008, hatten Freunde von uns einen kleinen roten Kater aus einem Wurf abzugeben. Ich habe lange überlegt, ob ich es noch einmal wagen sollte- uns das anzutun diesen Stress mit Bella.....
Wir haben uns unseren Oscar geholt, und es hat wunderbar geklappt. Bella hat zu Anfang auch gebellt, aber die Neugier war größer. Der kleine Kater war auch frecher. Wir gaben ihm die Zeit die er brauchte, und nach nicht mal 2 Tagen waren sie Freunde fürs Leben.
Wir haben uns dann gedacht, dass unser Oscar eigentlich glücklicher aufwachsen würde, wenn er einen Spielgefährten seiner Art bekäme, und kurz entschlossen hatten wir drei Tage später unsere Lilly.
Alle waren glücklich und zufrieden !!
Fast...
Unsere Süßen wuchsen und waren ein Herz und eine Seele. Und unsere Bella immer mitten zwischen. Mal hat sie die Katzen im Garten gehütet und hat aufgepaßt und mal hat sie mit ihnen dicht an dicht gekuschelt.
Selbst unsere zickige Kira hat mit Oscar im Garten verstecken gespielt- ich war begeistert.
Wir hatten unsere jungen Katzen ein gutes halbes Jahr, sie waren entwurmt und geimpft und gesund, da sollten wir erfahren, dass Katzen sehr empfindsame Antennen haben.
Wir wurden übers Wochenende eingeladen mit 2 Übernachtungen. Es hörte sich alles sehr schön und verlockend an. Aber- wir haben ja unsere vielen Tiere, wer sollte sich kümmern?!
Urlaub hätten wir nach vielen Jahren mal nötig gehabt, aber nun haben wir Hund, Katzen, Hühner, Hase.
Unsere Tochter bot sich an die Tiere am Abend zu versorgen, mein Bruder wollte Bella zu sich holen.
Es war eine Möglichkeit, aber für mich noch immer nicht die Perfekte. Die Katzen brauchten noch drei mal am Tag ihr Futter, sie waren doch noch so klein, sie brauchten ihre Kuschel- und Streicheleinheiten. Ich hatte kein gutes Gefühl dabei.
Unser Oscar nahm uns dann die Entscheidung ab !!
Oscar wurde krank!
Eines Morgens ist die Nickhaut vor sein Auge gefallen, das ist das innere weiße Augenlid, welches sich über das Auge zieht, wenn es den Katzen nicht gut geht. Ich ahnte schon dass mein Katerchen krank sein könnte, wartete aber erst mal noch ab. Am nächsten Tag waren beide Augen von der Nickhaut überzogen. Er machte einen traurigen Eindruck und hatte auch keinen Appetit.
Ich recherchierte im Internet was die mögliche Ursache sein könnte und da er entwurmt war, deutete alles auf die nicht heilbare Katzenkrankheit FIP (eine Bauchfellentzündung) hin, die für Katzen tödlich ist.
Ich machte noch am gleichen Tag einen Termin bei unserem Tierarzt.
Der Tierarzt bestätigte leider meine Vermutung, machte aber noch eine Blutuntersuchung auf Katzenaids und Leukose. Im Wartezimmer gingen mir so viele Gedanken durch den Kopf, und ich nahm innerlich schon Abschied von meinem geliebten Kater, der mir so vertraut ist, der zu mir kommt, wenn ich ihn in Gedanken rufe, der uns putzt und ableckt und uns damit seine tiefe Liebe zeigt.....
Nach einer Stunde hat mir der Arzt mitgeteilt, dass die Blutergebnisse negativ sind, also wäre der Verdacht auf FIP wahrscheinlich, was bedeuten würde, dass all unsere Katzen infiziert sein könnten, da diese Krankheit - für Menschen und Hunde völlig ungefährlich - durch Körperflüssigkeiten übertragen werden, Speichel und Ausscheidungen.
Eine erneute Blutuntersuchung auf den Verdacht dieser tödlichen Katzenkrankheit die in ein Labor geschickt werden musste, sollte Klarheit bringen.
Die nächsten Tage waren banges warten, hoffen und beten dass doch noch alles gut wird.
Unsere Reise hatten wir zwischenzeitlich abgesagt, unser Katerchen war wichtiger.
Nach 4 Tagen kam der Anruf von unserem Tierarzt, der die Laborergebnisse bekommen hatte, sie waren negativ, unser Oscar war nicht an FIP erkrankt.
Was waren wir happy, und Oscar seine Nickhaut war am nächsten Morgen verschwunden, der Kater war munter und hat wieder gefressen.
Unser Oscar hatte meine Sorge Zwecks der Reise erahnt, und hatte Körperlich mit Stress reagiert.
Unsere Tierrunde war noch nicht vollständig. Mein Wunsch war es,
einen roten Kater, eine dreifarbige Katze und einen schwarzen Kater zu haben.
Der schwarze Kater fehlte also noch....
Er gesellte sich am 17. Oktober 2008 zu uns. Er war so winzig klein, von der Mutter verstoßen, von der Vorbesitzerin mit der Flasche aufgezogen und eine freche Rübe.
Wir nannten ihn Kasimir.
Kasimir war von seinem Verhalten als Katzenwelpe das ganze Gegenteil von Lilly und Oscar.
Ich war verwöhnt von den beiden “großen” Katzen, denn sie gingen von Anfang an aufs Katzenklo, Sprangen in keine Gardine, zerkratzten keine Tapeten. Kasimir hat von seiner Mama nicht gelernt wie man aufs Katzenklo geht, seine Mama hat sich nicht um ihre Babys gekümmert.
Er hat bei uns das ganze Wohnzimmer mit seinen Häufchen über Nacht verziert.
Ich dachte am anderen Morgen ich bin im falschen Film. Oscar und Lilly schlichen um mich rum als ich auf Knien durchs Wohnzimmer robbte mit Putzeimer, Seifenlauge und Desinfektionsspray.
Das Katerchen hätte sich auch im Flur oder in der Küche die Fliesen aussuchen können, wäre für mich sehr viel einfacher gewesen, aber er schien gedacht zu haben, weicher Teppich für meine zarten Pfötchen und kitzeln tuts auch schön am Popo, hier ist es gut fürs Häufchen...
Wir hatten in jedem Raum ein Katzenklo stehen, und haben Kasi immer wieder reingesetzt wenn es so aussah dass er mal musste. Manchmal hat es geklappt, meistens aber nicht.
Ich bin fast verzweifelt, ich wußte nicht was ich machen sollte um dem Kater zu zeigen, dass man im Katzenklo nicht schläft sondern sein Geschäft verrichtet. Meine Unruhe und Anspannung übertrug sich auf das Tier.
Und dann bekam ich unerwartete Hilfe !!
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Katze- Kira
Baby Oscar
Juni 08
Oscar und Lilly September 08
Baby Kasimir
19.10.2008